Compak-Sporting Deutsche Meisterschaft in Suhl

Das erste mal findet die Deutsche Meisterschaft in der Flinten-Disziplin „Compak-Sporting“ in Suhl statt. Diese aus der Jagd kommende Disziplin, ist in vielen Ländern der Welt sehr populär und wurde nun vom DSB adoptiert. Der DSB richtet sich mit seinem Regelwerk nach dem international anerkanntem Regelwerk der FITASC. Der Name Compak-Sporting leitet sich von „kompaktem Sporting“ ab und gibt den Hinweis darauf, dass es sich hier um ein Variante des Parcoursschießens mit der Flinte handelt, auf kompaktem Raum handelt. Hier gibt es u.a. von dem DSB Empfehlungen, wie man vorhandene Skeet-/Trap- oder kombinierte Flinten-Stände mit mehreren Wurfmaschinen ausbauen kann. Leider wird dieses Möglichkeit, trotz der Erfolge und trotz der neuen Abnahme des Schießstandes, von unserem Verein nicht angenommen. Ein Training kann daher nur auf anderen Schießständen erfolgen.
Eine Runde besteht aus einem Schema von 25 Wurfscheiben, die von jedem einzelnen Schützen in einer Runde beschossen werden. Dabei stehen die Schützen nebeneinander in einer Art von Käfig, der die Schußwinkel begrenzt, und beschießen die an der jeweiligen Position gelisteten Wurfscheiben einzeln, als Dublette auf Schuss oder Simultandublette.

Flintenschützen der ersten Deutschen Meisterschaft im Compak-Sporting in Suhl

Schützen bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Compak-Sporting in SuhlBei den Dubletten „auf Schuss“ werden zwei Wurfscheiben in der angegebenen Reihenfolge geworfen. Dabei wird die zweite Scheibe auf den Schuss der Flinte ausgelöst. Bei Simultan-Dubletten lösen beide Wurfmaschinen zeitgleich aus und der Schütze muss entscheiden, welche Scheibe er zu erst beschießt.

In Suhl wurden an zwei Tagen von jeder Schützen/jedem Schützen 200 Wurfscheiben beschossen und hier sind die Ergebnisse:

In der Klasse Herren I (frühere Schützenklasse)
1. Platz Wienandts, Hendrick 183
2. Platz Schweizer, Florian 175
3. Platz Graf, Constantin 171
In der Klasse Damen I (die Frauen schossen aufgrund der Anzahl der Teilnehmerinnen in einer Altersklasse)
1. Platz Hewing, Nicole 174
2. Platz Reese, Anja 149
3. Platz Borgmeier-Lütz, Ruth 141
In der Klasse Herren II (40-50 Jahre)
1. Platz Schulte, Richard 180
2. Platz Plänker, Klaus 165
3. Platz Vadder, Christian 161
4. Platz Schwerdt, Tobias 161
5. Platz Macherey, Matthias 156

Unser Schützenbruder Matthias, der sich auf zufriedenstellende 156 Scheiben vorkämpfte, hat den SV Kölschhausen in dieser Disziplin in Suhl vertreten. Ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er das letzte mal Compak-Sporting zur Hessenmeisterschaft im letzten Jahr geschossen hat, die Plätze 3 und 4 nur fünf Wurfscheiben entfernt waren und es durch die frühe Abreise des Schützen Schwerdt zu keinem Stechen gekommen ist.

SV Kölschhausen ist auf der WM in Frankreich vertreten

Dieses Jahr fand die Weltmeisterschaft im Parcoursschießen in Frankreich statt. Die Anmeldung funktionierte problemlos über die internationale Seite der FITASC und musste nicht umständlich über den Verein und den DSB erfolgen.
Mit Spannung erwartete unser Schütze Matthias Macherey den Startschuss für die diesjährige WM. Alle Vorbereitungen waren getroffen, ein Europäischer Feuerwaffen Pass ausgestellt, Versicherungen für Auto und Material waren schon vorhanden und am 07.07. ging es los via Luxemburg und Belgien in Richtung Nord-Frankreich. Laon war das Ziel, 55 km nordwestlich von Reims, dem größten zusammenhängendem unter Denkmalschutz stehendem Gebiet in Frankreich.
Gleich am nächsten Tag ging es in Richtung BTC St. Lambert, wo es für Gäste möglich war schon vor dem offiziellen Training für 40ct/Scheibe zu üben. Was in den Tagen vor dem Wettkampf auch ausführlich praktiziert wurde. Man war schließlich nicht hier weil man ambitionen auf eine gute Platzierung hatte, sondern weil man nette Leute und den Schießstand kennenlernen und man Spaß beim Scheibenschießen haben wollte.

US-Amerikanisches Team beim Training zur WM Sporting 2018 beim BTC St. Lambert

Die Landschaft rund um Laon wird von der Landwirtschaft dominiert und bei 33 °C … 36 °C waren die Maschinen voll mit der Ernte beschäftigt. Man selbst versuchte mit ausreichend Flüssigkeit dem Durst vorzubeugen.
Am Vorabend des Wettkampfes gab es im Hypodrom, der Pferderennbahn in Laon, einen Empfang der über 1300 Schützen mit Politprominenz, der Sportverbände und dem Vorsitzenden des BTC.
Nach einer Ansprache auf Französisch und Englisch, gab es den Einlauf der Mannschaften zu den Nationalhymnen. Die Deutsche Mannschaft entsprach mit dunkelblauen Blazern und khaki-farbenen Hosen für die Herren und Röcken für die Damen dem Desscode.

2018 WM Sporting in Laon, Begrüßung der Deutschen Mannschaft

Ein paar Spaßvögel aus Nordarmerika sorgten im Clownskostüm für Aufregung und benahmen sich – zwar nicht stellvertretend für das Land – dem entsprechend passend zu ihrem Kostüm. Zu den von uns am weitesten entfernten Nationen gehörten u.a. Australien, Thailand und Brasilien. Im Anschluss gab es einen Sektempfang und die Ausgabe der Startnummern und Zeitpläne.
In den folgenden vier Tagen wurden auf den Linien LaPorte, Hull, Krieghoff, Volvo, Beretta, Blaser, B&P und Gamebore geschossen. Die Rotte (squad) Nr. 77 war mit England, Frankreich, Belgien, den USA und dem SV-Kölschhausen unterwegs.

Weit entfernte Wurfscheibe im Stechen um den 2. Platz

Während dem Schießen, aber auch im Anschluß danach wurden viele neue Freundschaften geknüpft und es gab auf privater Ebene mit einem lustigen Haufen Australier, am Nationalfeiertag von Frankreich, noch ein kleines Grillen in einem Chateau auf dem Land.
Am letzten Tag wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert und mit einem zufriedenstellendem Ergebnis von erwarteten ~67% Trefferquote abgeschlossen.

Hier ein Ausschnitt der Ergebnisliste der Klasse „Senior“:

1 AUVRET Christophe 191 24 24 23 24 25 24 23 24
2 KIENBAUM Zachary 190 22 24 22 24 25 25 24 24 24
3 MORIN Maxime 190 24 25 24 25 23 23 22 24 17
4 SACRIPANTI Samuele 189 24 22 24 25 24 24 25 21
802 MACHEREY Matthias 133 19 14 20 18 11 16 20 15

Natürlich kein Vergleich zu den besten Berufsschützen der ersten Ränge, aber diese trainieren mit ~ 800 Scheiben täglich. Und mit dem Ergebnis hat der SV-Kölschhausen eben mal 308 Teilnehmer hinter sich gelassen.
In jedem Fall war es eine tolle Veranstaltung. Wenn alles gut geht, sehen wir uns das nächste Jahr in England alle wieder.
Die vollständige Ergebnisliste ist auf der Seite der FITASC zu finden.

Der Kurfürst von Sachsen

Das Wochenende bestand gleich aus zwei Wettbewerben im Wurfscheibenschießen. In diesem kurzen Bericht geht es um den 400 Scheiben Jagdparcours in Sachsen.

Jakob Frohnhofen und seine Gattin Beate haben am Samstag und Sonntag wiederholt eingeladen, den Wettbewerb „August der Starke“ zu schießen. Ich bin mit Freunden aus anderen Schützenvereinen schon am Freitag die knapp 450 km zum Schiessplatz Lichteberg nach Sachsen gefahren, um noch etwas zu trainieren.
Am Samstag und Sonntag wurde bereits vorher vom Wetterdienst und zahlreichen Handyapps vor Regen gewarnt. Und so kam es dann auch – der Samstag sogar noch etwas verregneter, als der Sonntag. Trotz der Wetterlage bemühte ich mich, möglichst alle der in vielen hervorragenden Layouts geworfenen Wurfscheiben zu treffen.
Dabei war es auch für die Puller nicht immer einfach die Treffer von den Fehlern zu unterscheiden.

Rollhase mit einem Schrot als Treffer. Gut wenn das der Puller sieht, denn nur so zählt er.

Am Ende konnte ich mit einem 19. Platz und 270 getroffenen Scheiben sehr zufrieden sein, habe wieder dazu gelernt und schon ein paar bekannte Schützen überrundet.
Die besten drei Schützen wurden mit Urkunden und Sekt bedacht. Unter dem Rest der Anwesenden wurden drei Pakete Munition je 250 Schuss und ein Startplatz für 2019 verlost.

Leider sind vor lauter Laufen, Schießen und Unterhalten nicht viele Bilder entstanden. Das Video zeigt etwa, um was es beim Parcours geht. Die Aufnahme ist am letzten Stand des zweiten Tages entstanden nach ziemlich genau 390 Tauben. Da war die Konzentration und Trefferquote nicht mehr allzu gut.

Saisonbegin am Schießplatz Lichteberg in Sörnewitz

Am kommenden Samstag (3.Februar 2018) ist in Sörnewitz Saisonbeginn. An diesem Schießstand, weit im Osten Deutschlands gelegen, fand 2016 zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Sporting (Parcoursschießen) statt. Damals war auch der SV Kölschhausen dort vertreten und wir sind auch heute ab und zu bei Jakob Frohnhofen und seiner Gattin Beate zu Gast.
Am Samstag ging es eigentlich darum, die vorbestellte Munition der Marke Hull abzuholen. Früh morgens aufgebrochen und nach knapp über vier Stunden Fahrt, sah man wieder die hohen Türme des Schießplatzes aus den Feldern ragen.
Am Haupthaus angekommen suchte man Jakob vergeblich. Er war wieder mit dem ATV unterwegs u. a. die vom Orkan „Friederike“ angerichteten Schäden zu reparieren, Maschinen neu einzustellen etc.
Kurz entschlossen wurde bei den Arbeiten mitgeholfen und selbst einer der Türme mit neuen Maschinen bestückt und diese eingestellt.
Nach der Mittagspause und einer kulinarischen Stärkung im nun vom Ofen beheizten Haupthaus wollten wir die neue Munition auch vor Ort ausprobieren und wir zogen mit vier Mann zum „Trap“ Stand. Im Folgenden wurden Hasen, Incomer, Looper und Teal beschossen und dass nicht nur vom Boden aus, sondern auch vom neuen Gerüst aus ca. 10 Metern Höhe. Eine ganz besonders kuriose Wurfscheibe war die auf der Fernbedienung unter „D“ (Dora) abgespeicherte. Goole-Earth gibt eine Entfernung von ca. 70 Meter an. Da ist das Vorhaltemaß schon beachtlich.
Nach einer längeren Unterhaltung ging es dann am späten Abend wieder nach Hause.
Das waren die ersten Vorbereitungen auf die diesjährigen Wettbewerbe.

Hier ein paar Situationen gefilmt mit der Shotkam und kommentiert von Jürgen.

Save the date 2018 – Wurfscheibenschießen

Hier schon mal die wichtigen Termine, die ihr Euch für das kommende Jahr in den Kalender eintragen könnt:

Der Termin für die Jahreshauptversammlung ist am
17. Februar um 19 Uhr.

 

21. AprilBezirksmeisterschaft Skeet (Schützenbezirk 21) in Kölschhausen
26. MaiPokalschießen gegen den WCO Gießen und SV Höhn in Kölschhausen
16. JuniWanderpokal (vereinsintern)
30. JuniHessische Landesmeisterschaft Skeet in Wiesbaden (Meldeschluß 2.Mai)
16. September100 Tauben Schinken-Turnier "Nostalgie"
6. OktoberVereinsmeisterschaft Sportjahr 2019
28. DezemberLemp-Pokal 2018

 


Und für die, die nicht genug bekommen können, hier die Termine für Sporting (Jagdparcours) und Compak-Sporting (wird dynamisch verwaltet):

 

LM Compak Sporting – Matthias Macherey schreibt Sportgeschichte

Am 16. September fand in Wiesbaden die erste hessische Meisterschaft im Compak-Sporting Schießen statt. Geführt wird diese Disziplin beim DSB unter der Nummer 3.30.xx.
Nicht nur gute Vorbereitung u.a. im Lauterbacher Wurfscheiben-Club, sondern auch ein glückliches Händchen bewies Matthias Macherey vom SV „Lemp“, der nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende vor Michaela Schröder (WCW Wiesbaden) lag. Diese ging mit ihrem Vereinskollegen Nikolay Poddubskiy ins Stechen um Platz zwei.

Die beiden Erstplatzierten der Landesmeisterschaft: Michaela Schröder (WCW Wiesbaden, Vize-Europameisterin, Vize-Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin), Matthias Macherey (SV „Lemp“ Kölschhausen, erster Hessenmeister im Compak-Sporting)

Somit heisst Hessens erster Meister in der Disziplin Compak Sporting  Matthias Macherey vom SV „Lemp“ Kölschhausen.
Der Sieger hofft nun auf einen zeitnahen Ausbau des heimischen Skeetstandes zum Compak-Stand, um in Kölschhausen weiterhin gut gefördert zu werden.

Leider erfolgte in diesem Jahr keine Weitermeldung zur Deutschen Meisterschaft, da die erste DM in dieser Disziplin erst 2018 vorgesehen ist.
Die hessische Meisterschaft 2017 stellt den Startschuss dieser Disziplin (3.30.xx) neben den Disziplinen Flinte Universal-Trap (3.40.xx) und dem Parcours (3.35.xx) im DSB dar.


Wie bei dem Parcous schießen, werden beim Compak-Sporting Wurfscheiben und Rollhasen aus unterschiedlichen Maschinen in unterschiedlichen Entfernungen geworfen und beschossen. Die Schützen stehen jedoch in die Schußrichtung begrenzenden Käfigen, die wiederum gemäß den Trap-Positionen eins bis fünf angeordnet sind und beschießen, je Position, unterschiedliche Ziele einzeln oder paarweise. Paare werden als „Simultandublette“ oder „Dublette auf Schuß“ geworfen. Bei letzteren erfolgt der Abwurf der zweiten Wurfscheibe erst nach dem Schuß auf das erste Ziel. Die gleichzeitig abgeworfenen Simultandubletten erfordern höchste Aufmerksamkeit, muss doch der Schütze selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge er die Ziele beschießt.